
Die radiale Stoßwellentherapie erzeugt mechanische Druckwellen, die sich fächerförmig von der Hautoberfläche in das Gewebe ausbreiten. Im Gegensatz zur fokussierten Stoßwelle liegt die höchste Energie oberflächennah.
Die biologischen Effekte umfassen:
* Förderung der lokalen Durchblutung
* Anregung von Stoffwechsel- und Heilungsprozessen
* Reduktion chronischer Entzündungsreaktionen
* Schmerzlinderung
* Lösung von Muskelverspannungen und Triggerpunkten
* Verbesserung der Gewebeelastizität und Regeneration von Sehnenansätzen
Typische Indikationen
Sehnen- und Ansatzbeschwerden speziell:
* Fasciitis plantaris/Fersensporn
* Achillodynie
* Patellaspitzensyndrom
* Tennisellenbogen und Golferellenbogen
* Trochanterschmerzsyndrom
Muskuläre Beschwerden speziell:
* Myofasziale Triggerpunkte
* Muskelverhärtungen
* Nacken-, Schulter- und Rückenbeschwerden mit muskulärer Ursache
* 3–6 Sitzungen
* Abstand 3-7 Tage
* Behandlungen der Plantarfasciitis werden von der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) übernommen, ansonsten IGel Leistung. Die privaten Krankenkassen (PKV) übernehmen in der Regel die Behandlung.
Die radiale Stoßwellentherapie ist ein etabliertes konservatives Verfahren zur Behandlung von chronischen Sehnenansatzbeschwerden, myofaszialen Schmerzen und muskulären Funktionsstörungen. Ihre Stärke liegt insbesondere in der Therapie oberflächlicher Weichteil- und Muskelbeschwerden sowie vieler chronischer Überlastungssyndrome des Bewegungsapparates.
Die fokussierte Stoßwellentherapie verwendet hochenergetische akustische Druckwellen, die gezielt in einer definierten Gewebetiefe gebündelt werden. Die Wirkung beruht nicht auf einer mechanischen „Zerstörung“, sondern auf biologischen Reaktionen im Gewebe:
* Förderung der Neovaskularisation (Bildung neuer Blutgefäße)
* Stimulation von Heilungs- und Regenerationsprozessen
* Aktivierung von Wachstumsfaktoren
* Verbesserung des lokalen Stoffwechsels
* Reduktion chronischer Entzündungsprozesse
* Schmerzhemmung durch Beeinflussung nozizeptiver Nervenfasern
* Auflösung bzw. Fragmentierung von Kalkdepots (z. B. bei Kalkschulter)
* Stimulation der Knochenheilung bei verzögerter Frakturheilung und Pseudarthrosen
* Kalkschulter (Tendinosis calcarea)
* Fasciitis plantaris/Fersensporn
* Tendinopathien, speziell Achillessehne-, Patellasehne (Jumpers Knee)-, Hamstringtendinopathie
* Epicondylitis humeri radialis („Tennisellenbogen“)
* Trochanterschmerzsyndrom
* Adduktorenansatz-Tendinopathie
* Verzögerte Frakturheilung (Pseudarthrosen)
* 3–5 Sitzungen
* Abstand 5-7 Tage
* die Leistung wird nicht von der gesetzlichen Krankassen übernommen
Die fokussierte Stoßwelle gehört heute zu den wissenschaftlich gut untersuchten konservativen Verfahren in der Behandlung chronischer Sehnenansatzbeschwerden und der Kalkschulter. Sie stellt eine etablierte Alternative zur Operation dar und wird in zahlreichen nationalen und internationalen Leitlinien empfohlen.